slowfood & rezepteaufreise #2

Foto schön und gut – aber was ist da passiert?

Ihr Lieben, es hat etwas gedauert – auch diesiemer hat mal ein Schreib-Tief. Nun ist sie wieder da und möchte Euch die Geschehnisse des Abends natürlich nicht vorenthalten:

03. April, 19.05 Uhr – mit leichter Verspätung und alles andere als entspannt treffe ich in der Schlossküche Hannover ein. Grund ist die Tafelrunde von SlowFood e.V., zu der ich heute eingeladen bin, um rezepteaufreise publik machen zu können. Ich bin nervös. Zumal Frank Buchholz, Ansprechpartner des Convivium Hannover, mich schon am Vortag auf eine Zuhörerzahl von etwa 50 Personen vorbereitet hat. Uiuiui.

Obwohl mir also mein natürlicher Instinkt sagt, ich solle lieber wieder nach Hause fahren (…war jetzt eine nette kleine Fahrradtour zu den Herrenhäuser Gärten, schön, aber nu kannste auch wieder nach Hause, noch mal an Schreibtisch…oder Fernsehen…Dienstag Serienabend, auch nett…), betrete ich dann doch das Restaurant – dank des überaus freundlichen, positiven Empfangs zum einen durch das Personal, zum anderen durch Sabrina Buchholz, ein äußerst herzlicher Mensch, die mich mit an den Tisch nimmt, wird die Aufregung etwas weniger. Noch weniger dann durch das Gespräch mit Frank Buchholz, der zu meiner Rechten am Tisch sitzt. Schnell wird mir klar: Hier sitzt du mit Menschen zusammen, die in punkto Nachhaltigkeit und Partizipation ähnliche Auffassungen haben. Die Atmosphäre ist entspannt, freundlich, respektvoll – kurzum: ich fühle mich sehr wohl und habe nun richtig Lust, über rezepteaufreise zu berichten.

Aber zunächst die Vorspeise: “Tatar von geräucherten Seitlingen aus der Extaler Bio-Pilzzucht mit Kräutersalat und rosa Scheiben vom Kalbstafelspitz in Radieschen-Marinade” (für mich als Vegetarier ohne rosa Scheiben) – was soll ich sagen? Toll. Stark. Gefällt mir.

Auch die Getränkekarte dürfte jedem Weinliebhaber gefallen, was ich als Biertrinker nur aus den Kommentaren meiner Tischnachbarn schließen kann. Aber das Bio-Bier soll an dieser Stelle auch mal kräftig gelobt werden: Toll. Stark. Gefällt mir.

Der Vorspeise folgte dann mein Part, den Herr Buchholz mit mir in dialogischer, interaktiver Form gestaltete – also ganz im Sinne von rezepteaufreise. Die vier zurückgekehrten Bücher konnte ich sofort wieder auf die Reise schicken. Den Anwesenden schien die Idee zu gefallen. Na, wenn das nichts ist.

Zum Hauptgang kann ich auch wieder nur sagen: Toll…..ihr wisst schon. Ein Einblick in die Küche von Sascha Grauwinkel: “Glasiertes Nüsschen vom Müritz-Lamm auf geschmortem Wurzelwerk mit Bärlauch-Kartoffelpüree und Rotweinjus” (der Vegetarier an Bord bekam dafür mehr Wurzelwerk, bestehend aus Möhren, Sellerie und noch etwas, was ich gerade vergessen habe). Großartig.

Zum Dessert gab es Hintergrundinformationen über Bio-Zertifizierung der Schlossküche, sowie Verarbeitung von Lebensmitteln direkt von der Geschäftsleitung Sascha Grauwinkel und dem Küchenchef Jens Riemann, sowie “Dèlice von Rhabarber und gestockter Mandelmilch mit Amaretto-Sabayon und Bio-Himbeer-Holunderbeeren-Sorbet”.

Glückselige Genussmomente – um es mal romantisch auszudrücken. Und in siemer-Sprech dann: Gut, dass du nicht vorm Fernseher gesessen hast, heute…

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